Schuster, bleib bei deinen Leisten

Ich habe zum ersten Mal von dieser Redewendung gehört, als der Song „Waterfalls“ von TLC herauskam. Es geht im Refrain genau darum, dass man eben „bei seinen Leisten bleiben soll“ und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen soll. „Nur nichts neues versuchen“.

Ich glaube, als Kinder und Jugendliche haben wir alle schon einmal solch einen Rat von einem Erwachsenen gehört.

Ich gebe es zu: junge Menschen müssen manchmal von ihrem Tatendrang und von ihrem Schwung für Neues gebremst werden. Aber ist dieser gut gemeinte Rat denn immer notwendig?

Das Thema dieser Woche ist Intuition, und das „bei sich bleiben“. Wie wir uns passend jetzt in der Weihnachtszeit „besinnen“ und manchmal auch sprichwörtlich wieder „zu Sinnen“ kommen, so braucht es ein gewisses Gespür für seinen eigenen Weg. Und zwar nicht nur zur Jahreswende.


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Ich erinnere mich auch noch blendend an meine Jugend. Ich wollte immer alles selbst ausprobieren. Wollte alle Erfahrungen selbst machen. Auch wenn mich meine Eltern schützen wollten, ich ließ sie wissen, dass ich es bevorzugte, selbst aus Erfahrungen und den Erlebnissen schlau zu werden.

Was wäre aus mir geworden, wenn ich nur bei meinen Leisten geblieben wäre?

Ich bin 12 Jahre lang bei meinen Leisten geblieben. Habe mich in meinem Job hochgearbeitet. Ich habe brav alle Stufen im damaligen Unternehmen genommen und mich richtig reingehangen.

Ohne Zweifel habe ich viel gelernt. Ohne Zweifel habe ich viel gesehen. Ich hatte tatsächlich eine Karriere gemacht. Mit welchem Ergebnis? Mit Unzufriedenheit. Aber vor allem mit dem Gefühl, dass ich noch sehr viel mehr konnte, als täglich dieselben „Leisten“ zu fertigen.

Erst als ich mich aufgemacht hatte und mir bewusst Gedanken gemacht hatte, was ich mit meinem beruflichen Leben anfangen sollte, konnte ich aus der Komfortzone heraustreten. Ich konnte meine Grenzen sprengen. Schritt für Schritt die gedanklichen und danach die realen Grenzen verschieben und durchbrechen.

„Es gibt nur eine Sache, die sicher ist im Leben. Und das ist die Veränderung.“ Dieser Satz spricht mir aus der Seele und ist wahr. Die Frage ist: treiben wir selbst die Veränderung an, oder lassen wir uns von außen verändern?

Ich bin dafür, dass wir unser Glück selbst in die Hand nehmen.

Und wie sieht es mit deinen Leisten aus? Ich freue mich sehr über deine Meinung, über dein Feedback unter info@kaizen-mindstyle.com


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